Wichtige Informationen vor ambulanten Operationen

Sehr geehrte(r) Patient(-in),

Ambulantes Operieren ohne Erhöhung des allgemeinen Risikos ist nur durch Beachtung spezieller Hinweise und Ihre aktive Mitarbeit möglich. Es setzt verlässliche Absprachen voraus.


1. hausärztliche Untersuchungen vor dem ambulanten Eingriff in Narkose

Mit dem Ihnen ausgehändigten Überweisungsschein stellen Sie sich bitte bei Ihrem Hausarzt vor. Dieser wird die notwendigen Untersuchungen durchführen oder veranlassen.

notwendige Untersuchungen

2. Anästhesiesprechstunde

Vor der Operation wird Dr. Lederle mit Ihnen sprechen und die Art der Narkose festlegen. Als Ihr Anästhesist muss er alle Befunde kennen. Bitte bringen Sie zu dem Gespräch die Ihnen vom Hausarzt ausgehändigten Befunde, die Medikamente der letzten 3 Wochen und den ausgefüllten Anästhesiefragebogen mit. Vergessen Sie bitte auch nicht, Ihre Chipkarte mitzubringen. Die Sprechstunde von Dr. Lederle findet direkt in unserer chirurgischen Praxis statt. Wir weisen Sie darauf hin, dass der Anästhesist auch für andere Praxen tätig ist und es unvorhergesehen zu längeren Wartezeiten kommen kann.

3. Vortag der OP

Für Ihre Sicherheit bei der Durchführung der Narkose ist eine Karenzzeit erforderlich. Ausnahmen davon werden Ihnen speziell mitgeteilt. Der Anästhesist wird Ihnen nur dann eine Narkose geben, wenn Sie am Vorabend nach 22.00 Uhr keine Nahrung und keine Getränke mehr zu sich genommen haben. Sie dürfen ab 22.00 Uhr auch nicht "Kleines" mehr essen, keine Süßigkeiten, Obst, Kaugummi.... Sie dürfen in dieser Zeit weder rauchen noch Alkohol zu sich nehmen. Auch wenn Sie regelmäßig Medikamente brauchen, so dürfen Sie diese nicht mehr einnehmen. Die sehr wenigen Ausnahmen hiervon wird Ihnen der Anästhesist gegebenenfalls speziell mitteilen.

4. OP-Tag

Bleiben Sie unbedingt nüchtern! Entleeren Sie Ihren Darm unter zu Hilfenahme des Klistiers, welches Sie von uns erhalten werden. Duschen oder baden Sie danach. Entfernen Sie Make up und Nagellack. Tragen Sie keine Cremes und Kosmetika auf. Bitte rasieren Sie das Op-Feld nicht selbst, denn liegt die Rasur mehr als 6 Stunden vor der OP zurück, so ist das Infektionsrisiko erhöht. Wertsachen und Schmuck sollten Sie möglichst zu Hause lassen. Brillen, Kontaktlinsen, herausnehmbaren Zahnersatz, künstliche Haarteile und dergleichen legen Sie vor der OP ab und bewahren diese sicher auf. Eine spezielle Kleidung brauchen Sie nicht. Wir empfehlen Ihnen lockere Kleidung (z.B. Jogginganzug) zu tragen. Sie werden ca. 4-6 Stunden, manchmal auch länger in der Praxis bleiben. Beachten Sie, dass sie nach der Narkose 24 Stunden lang nicht verkehrstauglich sind, auch nicht als Fußgänger! Diese Einschränkung besteht auch wenn Sie dies nicht so empfinden. Sie sollten in dieser Zeit keine Maschinen bedienen, keinen Alkohol trinken, keine wichtigen Entscheidungen treffen und keine Verträge abschließen.

5. Rückkehr nach Hause

Ihre Entscheidungsfähigkeit ist nach dem Eingriff eingeschränkt. Sie dürfen die Praxis nicht ohne Begleitung verlassen. Sie können sich von einer Bezugsperson abholen lassen oder mit einem Taxi fahren lassen. Die Kosten tragen im Regelfall die Krankenkassen. Die gesetzliche Zuzahlung beträgt 10 % des Fahrpreises je Fahrt; mindestens 5 € und höchstens 10 €, jedoch nicht mehr als den Preis der Fahrt. Die Zuzahlung wird vom Taxifahrer direkt beim Patienten erhoben, dafür erhält er eine Quittung über die Zuzahlung. Der Taxifahrer holt Sie ca. 15 – 20 Minuten nach Benachrichtigung durch die Schwester, in der Praxis ab und begleitet Sie bis in Ihre Wohnung. Auf Wunsch leistet er auch gerne Unterstützung. Falls Ihre Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt ist, haben Sie die Möglichkeit durch ein Krankentransferunternehmen oder duch den organisierten Krankentransport mit einem Tragestuhl oder liegend gefahren zu werden. Wenn es erforderlich ist, erfolgt auch eine medizinische Betreuung. Sie werden beit Erfordernis z.B. durch den Krankentransport bis in Ihre Wohnung getragen. Für den Fall, das Sie am OP-Tag mit einem Taxi anreisen möchten, wird vorab die Abholzeit und der Abholort mit Ihnen vereinbart. Wenn Sie mit dem eigenen Fahrzeug zur Operation gekommen sind, teilen Sie dies unbedingt der Schwester am Empfang mit, hinterlegen Sie dort Ihre Fahrzeugschlüssel und benennen Sie die Person, der der Schlüssel ausgehändigt werden soll. Eine Rückführung Ihres Autos ist ebenfalls durch unten genanntes Taxiunternehmen im Pilotverfahren möglich.

6. Absicherung der häuslichen Betreuung

Es muss gewährleistet sein, dass Sie nach der Operation zu Hause nicht alleine sind, denn es muss Hilfe auch dann gerufen werden können, wenn Sie selbst dazu nicht in der Lage sein sollten. Informieren Sie am Tag des Anästhesiegespräches die Schwester am Empfang wo Sie sich nach der Operation aufhalten werden, wer Sie betreut und hinterlassen Sie die entsprechenden Telefonnummern. Wenn nicht anders besprochen, wird Schwester Heidrun - examinierte Krankenschwester, in den ersten Tagen nach der Operation die häusliche Pflege unterstützen. Diese Schwester ist speziell für die Nachbetreuung ambulant operierter Patienten geschult und hat die Aufgabe, die Verbände zu kontrollieren, ggf. zu erneuern, die Wundheilung zu überwachen und Ihnen nötigenfalls die erforderlichen Medikamente zu verabreichen, die Sie nicht selber nehmen können. Die Schwester wird Sie bei der Wundbehandlung beraten, Ernährungshinweise geben und falls vorhanden, die Drainagesysteme entsprechend der Anweisung des Operateurs bedienen. Öffnen Sie nicht ohne Absprache die Verbände und Drainagevorrichtungen. Bettruhe ist in aller Regel wegen der Operation nicht erforderlich. Bewegen Sie sich ohne zu überlasten. Duschen Sie in Absprache mit der Schwester des Pflegedienstes. Trinkwasser aus der Wasserleitung ist nahezu keimfrei. Sie können in der Regel damit ab dem ersten Tag nach der Operation auch über Ihre Wunde duschen. Dadurch verringern Sie die Keimzahl auf der Haut und das Infektionsrisiko deutlich. Bei Komplikationen verständigen Sie bitte unverzüglich den Operateur. Dies gilt insbesondere bei Übelkeit, Erbrechen, auffallender Blässe, Fieber (über 38° C), Schüttelfrost, Nackensteife, erschwerter Atmung, außergewöhnlichen Schmerzen, Nachblutungen, starken Kopfschmerzen, Blau- oder Weißfärbungen von Fingern oder Zehen im festen Verband, Schwellungen, Gefühlsstörungen, Anzeichen von Lähmungen oder Krämpfen. Sie erreichen uns unter unten genannten Telefonnummern.

Sollten sie noch weitere Fragen oder Probleme haben, so stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

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